Kre-Alkalyn – besser als Creatin Monohydrat ?

Kre-Alkalyn; Creatin Monohydrat wurde 1993 eingeführt und seitdem gibt es immer wieder neue Varianten auf dem Markt. Da steckt vor allem der Gedanke dahinter, die Einnahme von Creatin zu vereinfachen und die Anzahl der Nachteile von Creatin Monohydrat auf ein Minimum zu reduzieren. Nun die Frage, was sind denn die Nachteile ? Um die Absorption zu verbessern muss man das Creatin mit Kohlenhydraten nehmen. Es wurde schon immer Traubensaft empfohlen, aber man kann eigentlich jedes zuckerhaltige Getränk dazu nehmen, so lange nicht zu viel Säure enthalten ist. Bei vielen Anwendern verursacht Creatin Monohydrat Blähungen und Bauchkrämpfe.

kre-alkalyn

 

Dazu musst du in der Ladephase vier bis fünf Portionen mit jeweils 5 gramm nehmen. Diese dauert in der Regel fünf bis sieben Tage. Danach reicht eine Portion täglich mit 5 gramm. Die Creatinsupplementierung wird von den meisten Anwendern in Form von Kuren bevorzugt, was bedeutet, dass man bei jeder Kur erneut die Aufladephase durchlaufen muss.

Um in dieses Thema etwas Bequemlichkeit zu bringen, wurden immer wieder neue Varianten von Creatin auf den Markt gebracht. Eine der am weitesten verbreiteten Creatin Varianten ist Kre-alkalyn. Also, was ist Kre-alkalyn, was macht es so besonders ? Mit diesem Thema beschäftigen wir uns die nächsten paar Seiten.

Kre-alkalyn ist eine gepufferte Form von Creatin Monohydrat, Pufferung bedeutet hier, dass das Creatin mit Natrium angereichert wird. Kre-alkalyn erreicht einen neuen pH-Wert von ca. 10-14, der stabiler im Vergleich zu seiner Ursprungsform ist. Die Hersteller preisen den stabileren pH-Wert damit an, dass die neue Form von Creatin, also Kre-alkalyn nicht schon im Magen zu Creatinin zerfällt.

Creatinin ist das Abfallprodukt von Creatin, also es entsteht, wenn Creatin verstoffwechselt wird. Creatin soll aber erst in den Muskelzellen metabolisiert werden und nicht schon im Magen. Da Creatin Monohydrat in Flüssigkeiten und auch im sauren Milieu des Magens sehr schnell zu Creatinin konvertiert werden, braucht der Anweder größere Mengen, um die Wirkung aufrechtzuerhalten. Deshalb haben sich die Hersteller, genauer gesagt, All American Pharmaceutical Corporation das Verfahren mit Natrium-Bicarbonatanreicherung des Creatins ausgedacht und es patentiert.

Creatin gehört mit zu den effektivsten Supplementen auf dem Markt, die ihre Wirkung auch unter Beweis gestellt haben. Um die Grundlagen seiner Wirkung zu prüfen, sollten wir zwischen zwei Faktoren unterscheiden; Energie und Zellvoluminisierung. Man hört eigentlich vielmehr über die Energieaspekte, das ist auch berechtigt, denn Creatin ist direkt an Energiebereitstellung in den Muskelzellen beteiligt, bzw. an der ATP-Resynthese. ATP ( Adenosin Tri Phosphat ) ist in unserem Körper der wichtigste Energieträger und es ist in all unseren Körperzellen gespeichert, um schnelle Energie bereitzustellen. Unser Körper ist ein Kunstwerk, das je nach Lage und Zustand des Körpers diese Energie aus verschiedenen Quellen bereitstellen kann. Je nach Bedarf können dabei unterschiedliche Phasen der Energiebereitstellung durchlaufen werden.

Wichtig dabei ist, ob dies mit ausreichender Sauerstoffaufnahme ( aerob ) oder unzureichender Sauerstoffaufnahme ( anaerob ) geschieht und ob dabei Laktat ( Milchsäure ) entsteht oder nicht. Wenn man das kategorisieren möchte sieht es so aus :

  • Anaerob lactacid
  • anaerob alactacid( Phosphagensystem )
  • aerob glykolytisch (G lykolysesystem )
  • aerob lipolytisch (das oxidative System )

Man hat nie nur eine Form der Energiebereitstellung, sondern immer eine Mischform. Jetzt fassen wir die einzelnen Formen der Energiebereitstellung zusammen, ohne die Milchsäure ( Laktat ) miteinzubeziehen.

Das oxidative System verwendet zum größten Teil Fett als Energie. Hier wird eine lange Zeit benötigt, bis das System Energie bereitstellt. Der Oxidationsprozess ist zum einen sehr langsam und zum anderen sehr stark abhängig vom Restenergiespiegel im Glykolysesystem .

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Nach oxidativen System kommt das Glykolysesystem. Bevor die Energiebereitstellung über oxidative System erfolgt, erschöpft der Körper alle Ressourcen im Glykolysesytem. Das Glykolysesystem kann man so verstehen, dass der Körper erst die gespeicherten Glykogenspeicher in Glucose ( Traubenzucker ) umwandelt und diese dann in ATP – den wichtigsten Energieträger-. Dies passiert ziemlich schnell, denn die Umwandlung von Glucose in ATP ist keine langwierige Sache. Somit wird dem Körper ermöglicht, die geleerten ATP-Speicher schnellstmöglich wieder aufzufüllen. Das Glykolysesystem wird hauptsächlich bei Belastungen zwischen fünf bis 30 Minuten in Anspruch genommen.

Für Belastungen unter fünf Minuten kommt die anaerobe Energiebereitstellung bzw. das Phosphagensystem in Frage. Diese Form von Energiebereitstellung garantiert eine sehr schnelle Resynthese von ATP und somit schnelle Auffüllung der Speicher. Bei Belastungen wie Krafttraining wird der Körper unter extremen Energiebedarf gesetzt. Das Glykolysesystem ist einfach zu langsam, um diesen Bedarf zeitgerecht mit ATP zu decken, aber statt dessen kann das Phosphage den Bedarf an Energie schnellstmöglich mit Creatin decken.

Es wird ein ein Phosphatmolekül von dem Creatinphosphat (CP) an das ADP (Adenosin-di-phosphat) abgegeben, wodurch ATP (Adenosin-tri-phosphat) entsteht, dies ermöglicht ein intensiveres Training.

Nun wieder zurück zu Kre-alkalyn. Kre-alkalyn wird durch den Herstellungsprozess mit Natrium gepuffert, wodurch der neue pH-Wert von 10-14 entsteht. Der pH-Wert ist deswegen wichtig, weil Creatin Monohydrat in Flüssigkeit instabil ist und die Umwandlung von Creatin zu Creatinin im Körper von dem pH-Wert abhängt und genau diese Umwandlung wollen die Hersteller durch den o.g. Prozess verhindern bzw. verzögern, dadurch hat man nicht nur ein besseres Creatin, sondern man hat eine bessere Absorption, es reicht eine kleinere Dosierung aus und man hat weniger Nebenwirkungen, die bei Creatin Monohydrat auftreten. Dies sind die Hintergründe, warum man Kre-alkalyn auf den Markt gebracht hat.

Vorteile von Kre-alkalyn

  • Kleinere Dosierung
  • bessere Absorptionsrate
  • weniger Nebenwirkungen
  • keine Ladephase nötig

Um alles nochmal kurz zusammenzufassen. Man braucht weniger Creatin, hat bei gleicher Dosierung weniger Nebenwirkungen, es ist keine Ladephase nötig. Wichtig zu wissen ist, dass man mit Creatin Monohydrat die gleichen Ergebnisse erzielen wird, aber eben mit mehr Dosierung oder mehr Nebenwirkungen. Wer Probleme oder die genannten Nebenwirkungen von Creatin Monohydrat bekommt, sollte es mit Kre-alkalyn probieren.

In einer klinischen Studie wurde die Wirkung von Kre-alkalyn und Creatin Monohydrat in Bezug auf die trainingsbedingten Veränderungen wie Kraftdaten und Körperzusammensetzung überprüft. Die Teilnehmer waren Hochleistungssportler.

Ergebnisse: Die Teilnehmer, die Creatin Monohydrat supplementierten, zeigten eine Steigerung von 8,4% gegenüber der Messung ohne Creatin Monohydrat beim Bankdrücken, Kniebeugen und Kreuzheben. Die Kre-alkalyn supplementierenden Teilnehmer zeigten eine Steigerung von 10,8%. Im direkten Vergleich war die durchschnittliche Steigerung von den Kre-Alkalyn Teilnehmern in allen Übungen 28,3% über den Creatin Monohydrat Teilnehmern.


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