Creatin HCL – die beste Creatin Form ?

Creatin HCL – Schnelle Kraftsteigerung, Verbesserung der Ausdauer, mehr Leistung, mehr Muskelwachstum – das verspricht uns Creatin. Als Monohydrat Form ist Creatin weltweit das erfolgreichste Supplement. Dazu ist es auch noch sehr günstig. Creatin HCL (Hydrochlorid) wurde als Weiterentwicklung des allen bekannten Creatin Monohydrats produziert. Viele stellen sich aber die Frage, was ist Creatin HCL und was ist der Unterschied zum klassischen Monohydrat, warum sollte ich Creatin HCL kaufen? Berechtigte Fragen, deren Antworten ihr in diesem Beitrag findet.




Creatin hcl hydrochlorid

Creatin HCL : Generelle Informationen

Das HCL steht wie schon oben geschrieben für Hydrochlorid. Hierbei geht es also um die Kombination einer Hydrochlorid Gruppe mit einem Creatin Molekül. Das dabei entstehende Salz hat im Gegensatz zum klassischen Creatin Monohydrat eine viel bessere Löslichkeit und verhilft zu einer besseren Resorption. Versprochen wird bei Creatin HCL, dass man durch diese Neuentwicklung mit deutlich geringeren Dosierungen im Vergleich zum Monohydrat die gleiche, wenn nicht sogar bessere Wirkung erzielen wird. Es gibt einige Studien zu diesem Thema, schauen wir mal, was wissenschaftlich dabei herausgekommen ist.

Creatin HCL in wissenschaftlichen Studien

In der Bodybuilding- und Fitnessszene geben die Hersteller gerne viele falschen Versprechungen ab. Um nicht darauf hereinzufallen, sollte man sich immer wissenschaftliche Studien mit ansehen, denn diese zeigen dann wirklich, ob die versprochene Wirkung existiert. Wir haben für euch drei verschiedene Studien herausgefiltert, die eine hohe Relevanz für Creatin HCL aufweisen.

In der ersten Studie haben die Wissenschaftler PEG Creatin mit dem normalen Creatin Monohydrat verglichen, die 2009 stattfand. PEG Creatin ist eine abgewandelte Form von Creatin HCL. Dabei kamen die Wissenschaftler zu dem beachtlichen Resultat : Bei einer Gabe von 2,5g PEG Creatin konnten gleiche Leistungsverbesserungen wie bei einer Gabe von 5g Creatin Monohydrat erreicht werden. Wie man erkennen kann, hat man eine Verdopplung der Wirkung bei gleicher Dosierung.

Ein Jahr später wurde eine weitere Studie veröffentlicht, in der es auch um PEG Creatin, die Abwandlung von Creatin HCL ging. Es wurde die Leistungssteigerung bei der Übung Bankdrücken untersucht, 22 untertrainierte Männer in einem Placebo-Test. Das PEG Creatin wurde in einer Dosierung von 5g verabreicht und das Resultat war, die PEG Creatin Gruppe konnte im Vergleich zu der Placebo Gruppe eine bemerkenswerte Kraftsteigerung erzielen. Als einzigen Kritikpunkt in dieser Studie kann man die Beschränkung auf das Bankdrücken sehen. In solchen Studien ist von den meisten Wissenschaftlern erwünscht, dass die Wirkung auf den gesamten Körper, bei verschiedenen Übungen untersucht wird.

Nur vier Jahre später erscheint eine neue Studie, die auf der oben genannten Studie basiert. In dieser Studie hat man die restlichen Körperteile mit untersucht und kamen wieder zu dem Ergebnis, dass Creatin HCL bei allen Übungen für eine signifikante Steigerung der Leistung im Vergleich zum Creatin Monohydrat sorgte.

 

Creatin Hcl hydrochlorid

 

Wie viel soll ich einnehmen – Die Dosierung

Wenn wir die Untersuchungen als Basis nehmen, können wir sagen, dass eine Dosierung von 2,5g Creatin HCL total ausreicht, um die gleiche Wirkung von 5g Creatin Monohydrat zu erzielen. Teils erstaunlich finden wir die empfohlene Verzehrung von den Supplement-Herstellern. An erster Stelle ist das der Hersteller Dybanix, der eine Einnahme von 4 Kapsel mit jeweils 750mg am Tag empfiehlt. Wenn wir von den Untersuchungen ausgehen, macht das am Tag knapp 20g ! Creatin Monohydrat.

Deswegen rate ich den Interessierten an Creatin HCL, eine tägliche Dosierung von 2,5g einzuhalten, da alles, was darüber hinaus geht, Verschwendung wäre.

Berechtigte Preise ?

Es gibt sehr viele gute, wie schlechte Supplemente. Oft entscheidet der Preis darüber, ob man ein bestimmtes Nahrungsergänzungsmittel kauft oder nicht. Lohnt sich der Aufpreis von Creatin HCL, obwohl man eine deutlich geringere Dosierung im Vergleich zum Creatin Monohydrat braucht ? Andererseits ist Monohydrat deutlich günstiger. Hier die Rechnung.

Als Vergleichsprodukte nehmen wir Dybanix Labs Creatin HCL – 240 Kapseln und Myprotein Creatin Monohydrat Creapure. Dybanix kostet 39,90€ und enthält pro Kapsel 750mg. Bei einer täglichen empfohlenen Dosierung von 2,5g (laut Studien) bekommen wir 72 Portionen. Eine Portion Creatin HCL kostet dementsprechend 56 Cent.

Myprotein Creapure enthält 500g reines Creatin Monohydrat, was bei einer täglichen empfohlenen Dosierung von 5g 100 Portionen ergibt. Das Produkt kostet 13,74€. Eine Portion kostet dementsprechend beachtliche 14 Cent !

Wenn wir nun die fehlenden 28 Portionen noch dazu rechnen würden, könnt ihr euch die Preisunterschiede vorstellen.

Die Vor- und Nachteile

Wenn man die Studien als Basis nimmt, stellt Creatin HCL durchaus ein Supplement mit großem Potential dar, das in Sachen Effektivität, Löslichkeit und bessere Absorption eindeutig vom Creatin Monohydrat abheben kann. Die Erwartungen bezüglich Wirkung sind die gleichen wie diejenigen von Monohydrat. Anderweitige Versprechen wie ein reduziertes Aufschwemmen der Optik durch Wasseransammlung usw. sind in den Studien nicht nachgewiesen worden, gelten deshalb erstmal weiterhin als Marketingsmaßnahmen.

Aus preislicher Sicht können wir Creatin HCL nicht empfehlen, raten deshalb zu klassischen Creatin Monohydrat Produkten mit der Zusatzbezeichnung Creapure, die 100% Reinheit garantiert.

Wer dem Creatin HCL trotzdem eine Chance geben möchte, kann es tun, immerhin ist jeder Mensch ein Individiuum, das unterschiedlich auf verschiedene Produkte reagiert.


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